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    Artikel in der
    WILHELMSHAVENER ZEITUNG
    vom 29. Dezember 2003


    Mit "Faustlos" lernen Kinder, Konflikte ohne Fäuste zu lösen


    KITA REGENBOGEN Freundeskreis macht Projekt möglich

    Die Kindertagesstätte Regenbogen will noch mehr für Kinder tun. Ein Freundeskreis soll dabei helfen.

    Von URSULA GROSSE BOCKHORN

    FEDDERWARDERGRODEN - Wenn der "wilde Willi" aus seinem Versteck kommt, ist Aufmerksamkeit gefordert. Doch auch die "ruhige Schneck" soll nicht unbeachtet bleiben. Die beiden Stofftiere sind unerlässliche Bestandteile eines Projektes, das die Kindertagesstätte "Regenbogen" jetzt in ihren fünf Gruppen begonnen hat.

    "Faustlos" heißt das eigens für Kindergärten erarbeitete Projekt und der Name ist Programm. Kinder sollen von klein auf lernen, Konflikte zu lösen, ohne die Fäuste und andere Formen von Gewalt einzusetzen. Selbstbewusstsein und gleichzeitig Sozialverhalten sollen gestärkt und gefördert werden, erklärt die Leiterin der Kindertagesstätte der Friedenskirche, Beate Greulich.

    Dabei geht es nicht darum, verhaltensauffällige Kinder herauszugreifen. "Faustlos" richtet sich an alle Kinder einer Gruppe. Alle können lernen, nicht nur der eigenen Gefühle bewusst zu werden, sondern auch die des Gegenübers zu verstehen und zu berücksichtigen.

    Zum "Faustlos"-Projekt gehört ein Koffer, der neben dem "wilden Willi" und der "ruhigen Schneck" auch Bilder birgt, die Menschen in unterschiedlichsten Situationen zeigt. Und es gehört die Weiterbildung der Erzieherinnen dazu.

    Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung des Freundeskreises der Kindertagesstätte, den die Vorstandsmitglieder Renate Klausen und Karin Hentschel jetzt vorstellten. Der Kreis wurde kürzlich als erster Förderverein einer konfessionellen Kindertagesstätte gegründet. Er bietet nicht nur den Eltern der jetzigen Kindergartenkinder die Möglichkeit, sich für den Kindergarten und seine Kinder stark zu machen. Auch Eltern, deren Nachwuchs dem Kindergarten mittlerweile entwachsen sind, und Interessierte, die einfach nur etwas für Kinder in der Fedderwardergrodener Kirchengemeinde tun wollen, können auf diese Weise Kontakt halten. So ist das älteste Mitglied des Freundeskreises über 80 Jahre alt. Auch Marlies Dolgner fand über den Freundeskreis Zugang zum "Regenbogen". Die Varelerin, die eine Möglichkeit suchte, sich finanziell für Kinder zu engagieren, nahm die Gelegenheit gern wahr. "Hier wird gute Arbeit geleistet."